Seit 1971 kämpft Uwe Heineker gegen Ausgrenzung und Paternalismus. Im Interview mit Anne Gersdorff spricht er über das Krüppel-Tribunal 1981, die Zynik der Werkstätten für behinderte Menschen und warum er sich von der jungen Bewegung mehr radikalen zivilen Ungehorsam wünscht.
Uwe Heineker: 50 Jahre Kampf für Inklusion
Uwe Heineker ist seit 1971 Aktivist für die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Er war 1981 beim Krüppel-Tribunal dabei. Das war eine wichtige Protestaktion.
Er findet: Die heutige Bewegung zu ist nicht laut genug und fordert zu wenig.
Viele reden mit Politiker*innen, statt laut zu protestieren.
Er findet Aktionen wie Ketten-Protest oder Besetzungen gut. Sie sollen mit klaren Forderungen verbunden sein.
Ein großes Thema ist die Situation in Werkstätten für Menschen mit Behinderung.
Dort gibt es keinen Mindestlohn und keine normalen Arbeitsverträge.
Uwe Heineker fordert: Werkstätten sollen zu echten Firmen mit Tariflohn werden.
Er setzt große Hoffnung auf die UN-Staatenprüfung 2031.
Diese soll international Druck auf Deutschland ausüben.
Sein Rat an junge Aktivist*innen: Nicht bitten, sondern die eigenen Rechte einfordern.
Laut und bestimmt.