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Aktuelle Nachrichten aus dem VKM

Inklusion auf dem Weg - Was ist der Mehrwert?

Inklusion auf dem Weg - Was ist der Mehrwert?

Ja, Inklusion ist gesellschaftspolitisch relevant. Und ja, Deutschland hat die UN- Behindertenrechtskonvention vor Jahren ratifiziert und ist damit eine Verpflichtung eingegangen. Und natürlich ist jedem klar, dass Inklusion mehr ist als ein behindertes Kind in der Regelschule zu begleiten. Aber was genau ist dieses Mehr? Und was könnte Inklusion im mittelständischen Unternehmen tatsächlich für einen Mehr-Wert haben?

"Mit diesen Fragen haben wir uns beim VKM intensiv beschäftigt." führt Anette Käbe, Geschäftsführerin des VKM Duisburg e.V. aus " Die Montag Stiftungen haben uns zum Thema Inklusion auf dem Weg einen modernisierten Workshop angeboten. Das haben wir gern angenommen und den Schwerpunkt auf die Wirtschaft gelegt." so Käbe weiter. "Denn auch wir wollen gern von der Wirtschaft wissen, welche ökonomische Bedeutung Inklusion für ein Duisburger Unternehmen haben kann." Der VKM Duisburg beschreitet schon lange den Weg der Inklusion. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung verbringen seit vielen Jahren entspannt und unaufgeregt miteinander Ferien im VKM. Und auch in der Schulbegleitung greift der VKM auf langjährige Erfahrung in allen Duisburger Schulformen zurück. HipHop Workshops und Kickbox-Kurse werden mit größter Selbstständigkeit von Kindern und Jugendlichen aus den umliegenden Stadtteilen unabhängig ihrer Vorrausetzungen beim VKM besucht. Nun gilt es neue Wege zu beschreiten. Für die Lebensbereiche Arbeit und Wohnen bringt sich der Elternverein mit inklusivem Knowhow in die Stadtgesellschaft ein.

Den Auftakt bildet die Veranstaltung am 12. Oktober 2018 am neuen zentralen Standort im Mercatorhaus am Averdunkplatz. Gemeinsam mit den Interessierten aus der Wirtschaft, der Politik und der Verwaltung wir das Thema Inklusion gemeinsam ventiliert. Ein Schwerpunkt kann zum Beispiel in der Auseinandersetzung mit der Idee des "Universal Designs" liegen. In Wikipedia lesen wir, dass "[...] Universelles Design (englisch Universal Design) ein internationales Design-Konzept ist, das Produkte, Geräte, Umgebungen und Systeme derart gestaltet, dass sie für so viele Menschen wie möglich ohne weitere Anpassung oder Spezialisierung nutzbar sind" Doch wie kann dieses Konzept bei Planungen zur Neugestaltung von Sozialraum oder bei der Neuentstehung von Quartieren (6-Seen-Wedau) von Anfang an mitgedacht werden?

Auch in der Wohnungsbauwirtschaft kann der Gedanke der Inklusion als Katalysator für notwendige Veränderungen genutzt werden. Barrierefreiheit ist nicht nur der abgesenkte Bordstein oder der Fahrstuhl, der auch dem Paketboten mit Sackkarre, der Seniorin mit Rollator oder dem Vater mit Kinderwagen einen Mehrwert bringt. Barrierefreiheit ist in Zukunft auch die Anlaufstelle im Quartier, in der ich Unterstützung erhalte, wenn ich mal eben eine Einkaufshilfe brauche, tagsüber meine Pakete angenommen werden, oder ich mal schnell Betreuung für mein Kind brauche, weil die KiTa streikt. Auch hier kann Inklusion einen wertvollen Beitrag zu sozialen Teilhabe und zur Aufwertung des Sozialraums leisten. Denn Inklusion greift auf bewährte Strukturen zurück, deren Systeme nur noch in die Mehrheitsgesellschaft übertragen werden müssen.

Die Veranstaltung "Inklusion auf dem Weg" am 12. Oktober in der Duisburger City wird noch weitere konkrete Punkte beleuchten. Der VKM Duisburg e.V. lädt Interessierte ein, sich dem Thema Inklusion gerade neben der gesellschaftspolitischen Herangehensweise gemeinsam mit Verwaltung, Politik und ganz ausdrücklich der Wirtschaft einmal von der anderen Seite zu nähern. Unterstützung erfährt der VKM dabei bereits im Vorfeld der Veranstaltung. Neben der GEBAG bringen sich auch der Unternehmerverband und der neue "Mitmachverein" Wirtschaft für Duisburg engagiert mit in das Thema ein. Nach einem Grußwort von Elisabeth Schulte (Geschäftsführerin Unternehmerverband Soziale Dienste und Bildung) geht es konkret um die Fragen:

  • Hat Inklusion einen ernsthaften Mehrwert für die Wirtschaft?
  • Nutzt Inklusion beim Vorankommen kommunaler Projekte?
  • Erhöht Inklusion einen Wert in meinem Unternehmen?
  • Kann Inklusion ein Katalysator für innerbetriebliche Veränderungen sein?
  • Welches Nutzen ziehen Andere aus barrierearmen Gegebenheiten?
  • Wer profitiert vom Universal Design?
Moderiert wird die Veranstaltung an Andrea Rokuß, Montag Stiftungen



Inklusion auf dem Weg - was ist der Mehrwert?
Freitag 12. Oktober 2018
10 bis 14 Uhr
Mercatorhaus, Averdunkplatz, Stadtmitte-Duisburg

Informationen, Anmeldungen und Anregungen:
Anette Käbe
Geschäftführerin VKM Duisburg e.V.
Tel.: 0203/488 949 - 72